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17. Oktober 2017

Im Visier: Hectronic startet Pilotbetrieb eines Parkraumüberwachungssystems



Neue Lösung hilft beim Finden von Parkplätzen und macht Parksündern das Leben schwer.

Eine herkömmliche Kamera gepaart mit einem cloud-basierten Server mit algorithmischer Verarbeitung, eingebunden in Hectronic`s Management-Software CityLine – die Basis für einen Service mit Mehrwert! Per Live-Übertragung können belegte und freie Parkplätze identifiziert werden. Gleichzeitig findet ein Abgleich der Soll- und Ist-Parkzeitdauer statt.

Wer kennt das nicht? Die lange und nervenraubende Suche nach einem freien Parkplatz! In Großstädten kann das schon einmal bis zu 10 Minuten dauern. Hectronic will Abhilfe schaffen. Die vielversprechende Lösung hierfür befindet sich aktuell in der Pilotphase und wird auf Herz und Nieren getestet. Als Testobjekt dient der unternehmenseigene Mitarbeiterparkplatz. Die Parkplätze wurden mit Stellplatznummern gekennzeichnet, eine Kamera in Fluchtrichtung installiert. Damit wurden bereits alle Voraussetzungen erfüllt, die für den Start des Projekts essentiell waren.

Geniales System einfach erklärt

Die Funktionsweise des Parkraumüberwachungssystems ist gut verständlich: Eine Überwachungskamera mit minimal technischen Anforderungen schickt anhand vordefinierter Zeitintervalle sogenannte Snapshots an einen cloud-basierten Server. Auf diesem Server werden die Daten mittels eines Algorithmus verarbeitet und an die Hectronic Software ausgegeben. Freie und belegte Parkplätze werden identifiziert, die Parkdauer angezeigt. Die gewonnenen Informationen können anschließend an ein anderes, externes System angebunden werden. Denkbar wäre eine Parkplatzinformationsanzeige oder eine City-App. Ähnlich wie bei Parkhäusern können hier die Anzahl der freien Parkplätze angezeigt werden. Die minutenlange Parkplatzsuche hat damit ein Ende.

Neben der Ausgabe freier und belegter Parkplätze bietet das System aber weitaus mehr. Durch einen Soll-Ist-Vergleich kann weiter festgestellt werden, welche Nutzer ihr Ticket überzogen oder erst gar kein gültiges Ticket gelöst haben. Diese Informationen werden in Echtzeit an die Parkraumüberwachungsbehörde übermittelt, die entsprechend interveniert. Ermöglicht wird die Übermittlung durch die Hectronic Bay Enforcement Software, welche auf die ausgegebenen Informationen des Parkscheinautomaten oder der Handy-App zurückgreift. Jeder Parkplatznutzer hat vorab seinen Stellplatz anzugeben sowie sein Ticket für eine bestimmte Parkdauer zu lösen. Somit sind alle Soll-Daten erfasst, die für den Abgleich nötig sind.

Weitere Module in Aussicht

Nach den ersten Testwochen lässt sich bereits ein überaus positives Resümee ziehen. Das kamerabasierte Überwachungssystem trägt eine wesentliche Verbesserung zum Parkraummanagement bei und bietet darüber hinaus weiteres Potenzial. In absehbarer Zeit wird so auch das Überwachen von Halteverboten möglich sein. Demnach wird durch eine spezielle Markierung in der Software ein akustisches Signal erzeugt sobald der als Halteverbot gekennzeichnete Parkplatz besetzt wird.

Hectronic sieht den Vorteil vor allem in der Schlüsselfunktion der Kamera. In der Vergangenheit arbeitete man bereits an einer Lösung mit Bodensensoren. Hohe Installations- und Wartungskosten waren die Folge. Zudem beeinflussten schlechte  Witterungsverhältnisse die Ergebnisse negativ.

Keine Eingriffe in die Privatsphäre

Für viele sind Kameras dennoch sehr negativ behaftet. Mit der angewandten Technologie wird die Privatsphäre des Einzelnen jedoch gewahrt. Die Kamerabilder werden mit einer sehr niedrigen Auflösung verwendet. Folglich ist es nahezu unmöglich Gesichtszüge oder Nummernschilder zu unterscheiden. Zudem werden alle Bilder nach Verarbeitung wieder gelöscht.

Arbeiten auf Hochtouren

Das Hectronic-Team arbeitet derzeit auf Hochtouren, um das Parkraumüberwachungssystem bald möglichst auf den Markt zu bringen. Priorität hat aber aktuell die Testphase, in der man alle Funktionen ausgiebig prüft, um anschließend dem Kunden in jeder Hinsicht ein komplettes System anbieten zu können.

 

„Wir sind auf einem guten Weg mit einem intelligenten System, welches das Parkraummanagement einen wesentlichen Schritt nach vorne bringen wird“. – Dominik Burger, Projektmanager Parken.